15 Jahre Besuch des Kindergartens

 

Dominic, Daniel, Dennis, David, Jessica und Sem-Luca, so die Namen der Sprösslinge von Susanne und Stefan Tschampel, die nach einander oder auch teilweise gemeinsam die Kindertagesstätte oder wie es frührer noch hieß den Kindergarten „Christophorus“ in Issigau besuchten. Und das, man höre und staune über einen Zeitraum von 15 Jahren. Das war bisher einmalig im Issigauer Kindergarten und dafür gab es nun als Abschied, zur Erinnerung und als Dank für die Treue eine Urkunde mit den Daten und einen Zweig, auf dem eben sechs kleine Spatzen saßen. Der jüngste Spross, der fünfjährige Sem-Luca wird ab September die Grundschule Naila besuchen und somit das Kapitel „Kindertagesstätte Christophorus“ für die Familie Tschampel beenden.

Susanne Tschampel, gebürtige Marxgrünerin, hat ihre Kindergartenzeit im katholischen Kindergarten in Naila verlebt. „Als ich dann in die Schule gekommen bin, hab ich niemand von meiner Klasse gekannt, da die Marxgrüner und Issigauer Kinder bedingt durch die Buslinie in eine Klasse kamen. Die Kinder vom katholischen Kindergarten aber in eine Nailaer Klasse“, erzählt sie und fügt an, dass sie sich damals fremd gefühlt hat. So gab es kein langes Überlegen, in welchen Kindergarten die eigenen Kinder einmal gehen werden. „Außerdem besuchte mein Patenkind Manuel den Issigauer Kindergarten, wir waren bei Festen schon dabei, konnten erste Eindrücke sammeln.“

Die Tschampels fanden es in all den Jahren toll, immer die gleichen „Tanten“ als Ansprechpartner zu haben, die die Familie dann schon kannte. „Gerade beim ersten Kind war Gabi Bisky, die Erzieherin von Dominic in der Bärengruppe eine Stütze, ein Halt“, erzählt Vater Stefan, „sie hat uns beruhigt und bestärkt, was uns junge Eltern gut getan hat.“ Die Tschampels blicken mit Stolz auf bis heute bestehende Freundschaften ihrer Kinder, die im Kindergarten entstanden. „Dabei waren es nicht nur Marxgrüner Kinder“, fügt Susanne Tschampel an, die solchen Bestand einfach toll findet. Highlights waren immer die Abschlussfeiern im Kindergarten, dann stand nicht der Abschiedsschmerz im Vordergrund, sondern das Wiedersehen am ersten Schultag. „Für uns auch irgendwie beruhigend, wenn man die Hälfte der Klasse dann schon kennt.“ Da fällt der Schuleinstieg sowohl für Kind wie auch für Eltern einfach leichter, sind sich die beiden sicher. Schmunzelnd erzählt Susanne Tschampel, dass sie Gabi Bisky schon vor der Kindergartenzeit ihrer Sprösslinge kannte. „Ich war damals schon bei ihr auf dem Bauernhof in Eichenstein.“ Stefan Tschampel hat das Erlernen der vielen praktischen Dinge imponiert. „Man musste zu Hause nur fortsetzen, aufbauen, auf den Grundstock vom Kindergartenalltag.“ Die Jacke gehört an den Hacken, das Geschirr wird weggeräumt und Zähne werden geputzt, so die lapidaren, aber für den Alltag wichtigen Aufgaben. „Wir haben keinen Tag daran gezweifelt, dass der Issigauer Kindergarten nicht der richtige Ort für unsere Rasselbande wäre“, so beide unisono, „und dass trotz Extrafahrt in die entgegen gesetzte Richtung, denn Einkaufen und Schule ist nun mal in Naila und nicht in Issigau.“

Sie verweisen auf den stetigen positiven Wandel und freuen sich, dass die beiden Jüngsten auch noch die Einführung von Montessori mit der Freiarbeit erleben konnten. Ein jeder der sechs hat so seine eigenen Erinnerungen, Jessica fand die Feste immer toll, Sem-Luca hingegen, dass man so viel draußen toben und tollen durfte. Der 11-jährige David kann sich noch genau an das Karussell erinnern. „Das war einfach cool, man konnte selbst das Tempo angeben.“ Für Daniel stand eher das Basteln im Vordergrund und Dominic denkt mit Behagen an die Kuschelecke im Bärenhaus, tja und für Dennis war es das Playmobil. „So viel hatte ich nicht zu Hause und gerade die älteren Modelle sowieso nicht.“ So hat ein jedes der Kinder seine Erinnerung wie auch die Eltern, die sich immer gut aufgehoben fühlten, die Einrichtung als familiär und gemütlich beschreiben. Und auch, dass nie jemand mit der Stoppuhr an der Tür stand, wenn mal das Abholen nicht pünktlich funktionierte. „Es lief alles harmonisch ab, einfach zum Wohlfühlen für die Kinder und uns Eltern, was unbedingt Dank gebührt.“ Susanne Tschampel erinnert auch an den Opa Günter Skrobol, der viele Jahre den Fahrdienst übernommen hatte. Er freute sich stets, dass er im Kindergarten willkommen war, ein jeder ob Personal oder Elternschaft ihn kannte und manch Mama oder Papa ein Gespräch mit ihm führte – eben einfach familiär. (17.07.2011)