Kita bei der Polizei Naila

 

Jeden Mittwochnachmittag heißt es „Aktion“ in der Montessori orientierten evangelischen Kindertagesstätte „Christophorus“ in Issigau. Damit auch Aktion pur, Spaß sowie ein breites Spektrum an Neuem wie Wissenswerten geboten wird, bringt sich der Elternbeirat der Einrichtung in vielfältiger Weise ein, organisiert die Nachmittag mit unterschiedlichstem Angebot, unterstützt mit Fahrgemeinschaften, wenn es sich um „Auswärtsbesuche“ handelt. Und ganz viel Aktion, aber auch Wissensvermittlung erlebten die  Kleinen beim  Besuch der Polizeiinspektion Naila.

Sage und schreibe 36 der 40 Kinder nutzten die Gelegenheit einmal hinter die Kulissen und dicken Mauern des Dienstgebäudes am Anger 24 zu schauen. Jugendkontaktbeauftragter Udo Mertens und sein Kollege Udo Rührold empfingen die Rasselbande im Unterrichtsraum, der früher einmal der Gerichtssaal war.  Schließlich, so erfuhren die kleinen wie großen Besucher war das Gebäude in früherer Zeit einmal das Amtsgericht und das Haus weiter das Gefängnis. Die Gäste erhielten Informationen über die vielfältigen Aufgaben der Polizei von der Unfallaufnahme über die Verkehrskontrolle bis hin zur „Verbrecherjagd“, was die beiden Polizeibeamten kindgerecht in einer Art Frage-Antwort-Spiel verpackten und somit die Mädchen und Buben mit einbanden und keine Langeweile aufkam. Immer wieder schnellten die Finger nach oben, gar mancher Steppke wusste etwas oder stellte eine Frage und aufmerksam verfolgten die Kinder den Ausführungen.

Dann wurde die Gruppe an wissbegierigen Kindern geteilt und die beiden Polizeibeamten führten die Kinder sehr anschaulich und engagiert durch die Räume der Behörde. Jedes der Kinder bekam seinem Fingerabdruck, den es mit nach Hause nehmen konnte. Ganz besonders beeindruckend war natürlich für die Kinder die zwei Zellen. Erst  sehr vorsichtig betraten die Mutigen das „Verlies“ und nur nach freundlicher Aufforderung des Polizisten trauten sich auch wirklich alle hinter die Gitterstäbe, probierten „das Bett“ aus und begutachteten die Waschmöglichkeit sowie Toilette, geklärte wurde auch die Aufgabe der großen Plastikkiste, in die alle persönlichen Gegenstände des Inhaftierten kommen. Auch die Wache mit all den Monitoren und dem stetig klingelnden Telefon wurde unter die Lupe genommen. Begeistert schauten die Kinder auf dem Monitor, der die Eingangstür zum Gebäude zeigte. Dienstwaffe, Gewehr, kugelsichere Schussweste und den Schlagstock konnten die Kinder aus geringer Nähe bestaunen, aber aus Sicherheitsgründen nur mit den Augen inspizieren.

Der größere Bruder vom Kita-Kind Christoper Jaksch, Cornelius durfte dann vor den Augen der Kleinen einen Alkoholtest absolvieren. Das stellte sich als gar nicht so einfach heraus, mehrmals musste der Grundschüler  kräftig „ins Röhrchen pusten“, um dann das Ergebnis 0,00 Promille kundzutun. Den Abschluss des interessanten wie lehrreichen Nachmittags bildete das Besichtigen eines Polizeiautos natürlich mit Anschalten von Blaulicht und des Martinshorn. Der Nachmittag war für die Kinder, Erzieherinnen und Eltern sehr informativ und überaus spannend. Vieles hatten die Kinder vorher noch nie gesehen und gehört. Als Dank erhielten die Beamten ein Bild mit den „Fingerabdrücken“ aller Kinder, die die Führung mitmachten. (01.02.2012)