Verkehrserziehung im Schonraum

 

Kinder sind im Straßenverkehr in großer Gefahr. Sie können Situationen nicht richtig einschätzen, laufen hinter Autos vor, rennen dem Ball nach quer über die Straße oder radeln, ohne nach links und rechts zu sehen. Schon im Vorschulalter sollten die Buben und Mädchen auf das richtige Verhalten im Straßenverkehr hingewiesen werden, vor allem auch im Hinblick auf den Schulweg, der für einige Kinder im September beginnt. Deshalb „tourt“ derzeit Verkehrserzieher Helmut Hüller von der Polizeiinspektion Naila durch alle Kindertagesstätten im Altlandkreis Naila und Berg, um gezielt mit den Vorschulkindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr und an der Schulbushaltestelle zu besprechen und zu üben.

Dies geschieht jetzt in der Vorbereitung auf den späteren Schulweg noch im Schonraum sprich in den Gruppenräumen der Einrichtung. Straße und Gehweg, aber auch Zebrastreifen werden mittels weißer Platten nachgestellt und auch eine Ampel hat der erfahrene Polizist im Gepäck. Der Experte vermittelt den künftigen Erstklässlern die wichtigsten Regeln im Straßenverkehr. Viel wissen die Buben und Mädchen ja schon und so schnellen immer wieder die Arme nach oben, wenn Verkehrserzieher Hüller eine Frage stellt. Natürlich ist klar, dass Balancieren auf der Bordsteinkante gefährlich ist und dass man beim Überqueren der Straße immer „Links - rechts - links" schauen muss und dann weder bummeln noch rennen darf, sondern den kurzen Weg nehmen muss. Das richtige Überqueren wird dann auch gemeinsam mit dem Polizeibeamten geübt. Vortreten an die Bordsteinkante und „Wir schauen nach links, wir schauen nach rechts und wieder nach links und erst dann können wir gehen.“

Ein Verkehrs-Malheft gab es als kleines Geschenk, das auf spielerische Art und Weise Ratschläge und Tipps zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr vermittelt. Die Vorschulkinder sehen dann den erfahrenden Polizisten in den ersten Tagen als Abc-Schützen an der jeweiligen Grundschule wieder - zum praxisbezogenen Schulwegtraining. „Denn an jedem Schulstandort ist die Situation für die Erstklässler anders", weiß der erfahrene Polizist. (07.02.2012)