Nassfilzen mit Kindern

 

Schon mal einen Ball oder gar eine Blume gefilzt? Kopfschütteln reihum bei den 25 Mädchen und Buben die gebannt auf die Berge mit farbiger Wolle schauen. Doch zuerst erklären Ulrike Kaiser und Andrea Ruppert erst einmal was man sich unter Filzen vorstellen kann. Ganz einfach, wenn die Mama einen Wollpullover zu heiß in der Waschmaschine gewaschen hat, der schaut dann aus wie gefilzt. Na endlich es konnte losgehen. Die Kinder arbeiten in Gruppen. Auf dem einem Tisch werden mit Hingabe Bälle kreiert und an dem anderen wunderschöne bunte Blumen. Immer wieder fragen die Kinder „Reicht das schon?“ Aber weder genervt noch ungeduldig. Bei einem „Nein und da musst du noch ein bisschen Drehen“, von Ulrike Kaiser, wird einfach weiter gedreht, ganz wie die Mama sonntags beim Klöße formen.

Erst kommt das „Innenleben“ mit weißer Wolle und dann je nach Wunsch ein-, zwei- oder gar ein dreifarbiger „Überzug“ darüber. Ein schöner bunter Filzball entsteht und die Gesichter strahlen. Am anderen Tisch werden erst die Blumenstängel zwischen einer starken Folie gedreht. „Ich möchte eine lila Blüte, ich gelb und ich blau“, äußern die Mädchen und Jungen ihre Farbwünsche, darauf werden mit Wollstreifen noch farbliche Akzente für die Blüte gesetzt. Dann geht es mit Schablone und Folie weiter und letztendlich wird der Stängel wird der Blüte verbunden sprich verfilzt. Aber dass übernimmt Andrea Ruppert, die Kinder schauen gespannt zu.

Die Freude beim Öffnen der Blüte ist in den Gesichtern der Kinder abzulesen. Australmerinowolle und Kapmerinowolle kamen beim Nassfilzen zum Einsatz und die Arbeit mit Wolle, Seife und viel Wasser machte riesigen Spaß und war zugleich eine spielerische Übung für die Feinmotorik. (04.07.2012)