Zu Besuch beim THW

 

Statt rote einmal blaue Autos. Die Kinder, aber auch die Erwachsenen waren überrascht, welch eine Vielfalt in Ausrüstungen und Aufgaben hinter dem Technischen Hilfswerk stehen. Die Mädchen und Buben der Kindertagesstätte „Christophorus“ aus Issigau, nebst einigen Eltern und den Erzieherinnen Angela Ney und Gabi Bisky besuchten den Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) Naila und bekamen große Augen und das tollste, es gab nicht nur eine Besichtigung mit Erklärungen, sondern auch jede Menge zu tun. Doch erst einmal inspizierte die Gruppe den großen Garagentrakt mit einer Vielzahl an Fahrzeugen, einige wie der Teleskopradlader standen bereits im Hof. Leiter der Mini-Gruppe des THW Werner Meyer erklärte geduldig die Gerätschaften wie Ausleuchter, Stromaggregat und die großen Schläuche zum Wassertransport. Erstaunte Blicke, als er gar meinte, mit dieser Pumpe ist das Nailaer Freibad in zwei Stunden leer. Na, lieber nicht, wo doch endlich der Sommer Einzug hält.

Ein Blick in die Funkzentrale, die Umkleideräume und ins erste Obergeschoss mit Lehrsaal, Jugendraum, Küche und Verwaltung. Dann war Aktion angesagt, fünf Gruppen hatten die Ehrenamtlich extra aufgebaut und Werner und Christine Meyer hatten sich Verstärkung geholt, damit auch wirklich alle Kinder beschäftigt werden konnten und keine Langeweile aufkam. Benjamin Kolodziej erklärte die verschiedenen Tragen und dann durften die Kinder auch den Transport üben. Natürlich richtig angeschnallt und ordnungsgemäß gelagert wurden die „Opfer“ eine Runde transportiert. Das war ein Spaß und immer das Kind, was oben links an der Trage stand gab das Kommando „Hebt auf“ oder „Lasst ab.“ Bei Heiko Steifer warteten zwei Mini-THW-Tretautos, sogar mit Blaulicht auf dem Dach. Mit Steinen war eine Garage gekennzeichnet. Rausfahren, eine Pylone umrunden und wieder ordentlich einparken war hier die Aufgabe. Man merkte gleich, wer zu Hause tüchtig mit so einem Gefährt kurvte, denn diese fuhren gleich galant rückwärts in die „Garage“. 

Das Nägel einklopfen gar nicht so leicht ist, merkten die Mädchen und Buben bei der Station von Johannes Wolfrum. Aber geduldig klopften und hämmerten die Kinder, mal mit dem kleinen, dann mit einem größeren Hammer und Hilfe gab es auch von Johannes aus der Jugendgruppe des THW. Er hielt kurzerhand einen weiteren Hammer gegen den Nagel, damit dieser zumindest bis zur Hälfte in den Balken geklopft werden konnte. Das machte so viel Spaß, dass manch einer gleich einen zweiten Nagel einhämmerte oder eben krumm klopfte. Tja, wie kommt man denn auf ein Gerüst. An der Station von Richard Ultsch stand ein kleines Gerüst, davor lag eine Leiter. Doch bevor das Gerüst erklommen werden durfte, musste erst die Leiter fachgerecht aufgestellt werden. Das klappte prima und auch das Erklimmen. Oben angekommen, gingen die meisten eine Runde spazieren, bevor es wieder rückwärts die Leiter hinunterging.

Wohl am interessantesten war die Station von Werner Meyer, die die Hebelwirkung erklärte. Zuerst ließ er die Kleinen probieren, den Steinhaufen auf einer Palette hochzuheben, Pustekuchen, doch mit dem Hebel schafften es sogar die Knirpse. Noch viel interessanter dann das Hebekissen mit dem mittels Druckluft das riesige THW-Auto mit nur einem Finger angehoben wurde. Das war die Schau, die die Kinder ungemein begeisterte. Hochheben, ablassen, dass konnte immerzu so weitergehen. Aber die Zeit verging wie im Flug, den Abschluss des interessanten wie lehrreichen Nachmittags bildete eine Rundfahrt mit den „blauen“ Einsatzfahrzeugen. Die wartenden Kinder versuchten sich derweil unter Anleitung von Werner Meyer an Knoten wie den Sackstich. Für jeden gab es sogar ein Eis und Getränke stellte das rührige Team zur Verfügung. Mit Bastelbogen und Stundenplan für die Vorschulkinder, nicht zu vergessen die vielen Erfahrungen, ging es wieder nach Issigau zurück. (18.07.2012)