Tag der offenen Tür

 

Jüngst informierten sich zahlreich kleine und große Besucher beim Tag der offenen Tür über das Konzept der evangelischen Montessori-orientierten Kindertagesstätte „Christophorus“. Alle Räume standen den Gästen „zur Inspektion“ offen, Kita-Team und Elternbeirat für Fragen zur Verfügung. Und viele Interessierte schauten vorbei. Das vielfältige Material lud zum Testen ein, die Kinder nutzten diese Möglichkeiten des ungezwungenen Ausprobierens ganz selbstverständlich. Freie Arbeit ist das Kernstück der Arbeit nach Maria Montessori und die wandten die Mädchen und Jungen ganz einfach an. Die Kinder wählten nach eigener Entscheidung, womit sie sich beschäftigen wollten. Das Montessori-Material und die kindgerechte Darstellung der Angebote halfen sich für ein Angebot zu entscheiden. Meist setzte sich Mama oder Papa daneben und beobachtete. Das Kind bestimmte weitgehend selbst den die Beschäftigungsdauer und auch, ob Mama oder Papa mitarbeiten oder mitspielen sollen. Mancher war ganz in sein Tun vertieft und so war für die Eltern Zeit zu Kaffee und einem selbstgebackenen Stück Kuchen, Zeit für einen Plausch mit anderen Eltern oder Erziehern.

Bürgermeister Dieter Gemeinhardt nutzte auch die Gelegenheit einmal hinter die „Kulissen“ der Kita zu schauen, mit Eltern ins Gespräch zu kommen. Auch einige Kirchenvorstände schauten vorbei und von der Montessori-Schule aus Berg besuchten die Kita die Lehrerinnen Dagmar Martini und Corina Konrad, die einen Brief von Schulleiter Stephan Ludl an die Kinder vorlasen. Schließlich kooperieren die beiden Einrichtungen. So besuchen einmal im Monat die Vorschulkinder die Monte-Schule, um in den Gruppenzimmern mit dem umfangreichen Materialien zu arbeiten und zu lernen. Arbeiter der zuständigen Baufirma Sprenger hatten extra für den Tag der offenen Tür die Trennwand zwischen der Kita und dem noch im Bau befindlichen Kinderkrippen-Anbau entfernt, so dass ein Blick in die neuen Räume möglich war. Die großen Fensterfronten lassen viel Licht herein, die Wände sind verputzt und auch der Estrich ist eingebaut, ein Ende der Bauarbeiten abzusehen.

Dann der Höhepunkt mit dem Mitmachtheater „Schnorz und Pieps“, vorgeführt vom Leiter der Frühförderstelle der Casa-Montessori Hof Heiko Pohl und dessen 14-jährigen Sohn Jonas. Schnorz alias Heiko Pohl suchte verzweifelt einen Freund, gab sogar einen „Anzeige“ auf und traf dann zufällig auf Pieps, der mit einem Papierflugzeug daherkam. Die beiden erlebten gemeinsam einen wunderschönen Nachmittag mit Abenteuern im Weltall. Sie stiegen in eine Superrakete (Holzkiste mit blauem Stoff), ließen Riesenkometen fliegen (großen gelben Luftballon) und Seifenblasen steigen. Nach den gemeinsamen Abenteuern trennten sich die beiden, merkten erst später, dass sie eigentlich Freundschaft erlebt hatten. Die Geschichte fand natürlich einen glücklichen Ausgang, die zwei kamen zusammen und wurden Freunde im Kindergarten und auch für den Nachmittag. Eifrig hatten die Mädchen und Buben die Geschichte um Freundschaft und Freunde „mitgeschrieben“ und bei den Aktionen mitgemacht. Mit tosendem Applaus wurden die beiden von der Bühne verabschiedet, die Kinder um einige Erfahrungen reicher. (27.10.2012)