Blick hinter die Theaterkulissen

 

Viele begeisterte aber auch verwunderte „Ah“ und „Oh“ waren beim Rundgang durch das Theater Hof von den Vorschulkindern und den Mädchen und Jungen der Schulkinderbetreuung der Kindertagesstätte „Christophorus“  aus Issigau zu hören. Auch die Erwachsenen blickten gar manches Mal höchst interessiert und erstaunt auf die verschiedenen Kulissen und Abläufe hinter den großen Vorhang, der an diesem Nachmittag natürlich geöffnet war.

Spannend und lehrreich gestaltete die Theaterpädagogin Claudia-Maria Wagner die Führung, unterstützt vom Pascal Dürrschmitt, der ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) Kultur absolviert. Bei einem Blick hinter die Theaterkulissen galt die zwei Theaterräume mit all den vielen Scheinwerfer zu bewundern, die Diskokugel im so genannten Studio, die vielen Lautsprecherboxen an der Decke und den Seitenwänden. „Manchmal wird Musik eingespielt, ein anderes Mal spielt ein Orchester“, erklärte die Theaterpädagogin. Im großen Theatersaal zeigte sie auf die zwei Fenster hinter denen bei Aufführungen der Lichttechniker und der Tontechniker ihren Platz haben. Auf der großen Bühne übten zwei Mädchen gerade eine Ballettszene und ließen sich von den vielen Neugierigen gar nicht stören. Selbst auf der Bühne stehend, merkten die Gäste wie grell und warm die Scheinwerfer strahlten. „Drei Monate haben die Akteure Zeit, um ein neues Stück einzustudieren“, verriet Claudia-Maria Wagner“ und gearbeitet wird acht Stunden am Tag von zehn bis 14 Uhr und von 18 bis 22 Uhr.“ 

Ehrfurchtsvoll blickten die Mädchen und Buben den 26 Meter hohen Turm hinauf, wo Lichter und Requisiten zu entdecken waren. Auch der Arbeitsplatz des Inspizienten mit all den Bildschirmen, Knöpfen und Hebeln wurde eingehend begutachtet. Auch der Requisitenraum mit all seinen unermesslichen Schätzen und den Malsaal galt es zu entdecken. Nach dem Blick auf die Bühnenteile der Villa Kunterbund für das neue Stück „Pippi Langstrumpf“ ging es wieder zum Ausgangspunkt ins kleine Studio. Hier verwandelte sich Kinderpflegerin Ramona Greim vor den Augen der Kinder durch das Anziehen eines Kostümes und letztendlich dem Aufsetzen einer Maske. Verschiedene Requisiten von Wurst, Gurke, Hähnchen und belegten Brötchen durften die Kinder selbst ertasten und stellten ganz verwundert fest, dass es zwar täuschend echt ausschaut, aber letztendlich nur eine Attrappe ist. Die ganz Mutigen setzten dann auch die Maske auf. 176 Mitarbeiter hat das Theater Hof, erfuhren die kleinen Entdecker. „Doch davon sind die wenigsten Darsteller“, informierte die Theaterpädagogin.

Mit vielen Eindrücken rund um die Bretter, die die Welt bedeuten verabschiedeten sich die Besucher mit einen selbstgestalteten Bild und einem lauten Danke schön. (31.10.2012)