Vorschulkinder helfen bei den Nikolaustüten

 

 

„Zwei Mandarinen, zwei Hände voll Nüsse, ein Päckchen Lebkuchen und ein Beutel Schokolade kommen in jede Tüte“, erklärte Hannelore Walther den Vorschulkindern der Kindertagesstätte „Christophorus“, die als Helferteam beim Packen der Nikolaustüten halfen. 70 Nikolaustüten packten die Mädchen und Buben im Schnellzugtempo für die Kinder, deren einen Eltern einen Berechtigungsschein für die Nailaer Tafel haben. Denn nicht bei allen Familien sind prall gefüllte Stiefel am Nikolaustag eine Selbstverständlichkeit.

Nicht selten fehlt das Geld für die kleinen Aufmerksamkeiten, die sich die Kinder an solch einem Tag wünschen. Vor allem die Familien, die sich Woche für Woche eine Lebensmitteltüte bei der Nailaer Tafel abholen, um über die Runden zu kommen, tun sich an solchen Tagen  schwer. Aber damit auch die Kinder, deren Eltern keine prall gefüllten Geldbeutel haben, am Nikolaustag leuchtende Augen bekommen, packt die Nailaer Tafel extra Nikolaustüten für die Kleinen und heuer übernahmen diese Aufgabe einige Vorschulkinder der Kita aus Issigau. In den letzten beiden Jahren hatte sich die Einrichtung an der Aktion „Ein kleines Spielzeug für die Kinder Hofer Tafel beteiligt“. Heuer hatte der Elternbeirat mit der Nailaer Tafel Kontakt aufgenommen und war durch Hannelore Walther, Mitinitiatorin der Nailaer Tafel mit offenen Armen empfangen wurden. Nach einer kurzen Einweisung legten die Buben und Mädchen, unterstützt von Erzieherin Gabi Bisky los.  Zwei Mandarinen abzuzählen ist ja keine Kunst, wenn man schon bald in die Schule kommt. Dann zwei Hände voll Nüsse, Lebkuchen und Schokolade und dann wurde die Tüte an den Sammelplatz gebracht. „Die Nascherei war von Geldspenden an die Nailaer Tafel gekauft wurden“, erklärte Hannelore Walther, „denn von den normalen Lebensmittelspenden könnten solche Extratüten nicht gefüllt werden.“

Im Vorfeld des Besuches der Nailaer Tafel war in der Kita um gut erhaltenes Spielzeug als Spende gebeten wurden. Auto, Bücher, Babyspielsachen und Spiele kamen zusammen, füllten Taschen und Kisten, die dann gleich beim Besuch mit abgeben wurden. „Vor Weihnachten soll es Wundertüten für die Erwachsenen geben“, erzählte Hannelore Walther, „gefüllt mit Luxus in Form von Lebensmitteln, gekauft von Spenden.“ Für die Kinder wird dann eine große Tischformation U-Form aufgebaut und alles Spielzeug, dass unterm Jahr gespendet wurde nach Alter sowie Jungen und Mädchen getrennt aufgebaut. Mit dabei werden dann auch die Spenden der Issigauer Kinder sein, die gerade in der Zeit um Sankt Martin „das Teilen“ als wichtiges Thema beleuchten und hinterfragen. Ganz klar, war eine Spielzeugspende für manchen Wicht nun eine Ehrensache.

„In der Woche vor dem Weihnachtsfest dürfen dann die Kinder, die selbst dabei sind oder eben die Eltern ein Spielzeug vom großen Gabentisch für das Weihnachtsfest aussuchen“, berichtet Hannelore Walther. Als die Kinder die Nikolaustüten gepackt hatten, kam der Kleintransporter mit den Frischwaren von der Hofer Tafel und vom Dennree, abgeholt von Dr. Wolfgang Grafen. „Heute haben wir leider nicht viel erhalten“, sagt Dr. Wolfgang Grafen resigniert. Ingwer, Paprika, einzelne Rettiche und Auberginen sowie Kresse und Radieschen sind zu entdecken, Semmeln und Brot haben die fleißigen Helfer bereits  im Vorfeld in Tüten verpackt, ebenso Wurst. 155 Tüten werden derzeit in der Nailaer Tafel gepackt. „In der Regel sind wir zwischen 15 bis 18 Helferinnen und Helfer“, erzählt Hannelore Walther, „insgesamt beteiligen 25 Frauen und Männer an den Mittwochen, die dann wechselnd kommen.“ Einmal im Vierteljahr kommt zudem eine Gruppe vom BRK, die dann auch helfend unter die Arme greift, das Obst und Gemüse sortiert und ausschneidet, zusammenstellt und dann die Tüten packt. „Die Anzahl der Empfänger ist in den letzten Jahren relativ stabil geblieben“, weiß die Mitinitiatorin Hannelore Walther. (05.12.2012)