Gemüse wächst nicht im Supermarkt

 

Gemüse wächst nicht im Supermarkt, sondern in einem Gemüsebeet und das gilt es zu pflegen und zu hegen. Gemeinsam mit Pädagogen Markus Birke von der Edeka-Stiftung bauten die Mädchen und Jungen der Kita „Christophorus“ ein modulares Hochbeet von knapp 2,5 Quadratmetern auf und füllten das stabile Konstrukt mit Muttererde. Doch bevor es ans Arbeiten ging, erhielt jedes Kind eine bunte Gärtnerschürze, Gießkanne und das Lern- und Vorlesebuch “Dem Gemüse auf der Spur” über die kunterbunte Welt von Salat, Karotte und Co nebst weiteren nützlichen Utensilien„von den Paten“. Hannelore Pensel vom Edeka-Markt in Bad Steben hat die Patenschaft für das Hochbeet übernommen und versicherte, regelmäßig vorbeizuschauen, um das Wachsen und Werden des Gemüses und somit auch die Pflege der Kinder zu beobachten.

Der Elternbeirat hatte die Kita bereits im vergangenen Jahr am Edeka-Projekt „Aus Liebe zum Nachwuchs – Gemüsebeete für Kids“ mit einem Bewerbungsschreiben und Bild vom Werkeln eigenen Schrebergarten angemeldet, war aber leider nicht zum Zug gekommen. Dafür aber auf die Warteliste für 2013 und es klappte. Der Jubel war groß. Neben dem Hochbeet und viele Säcke Muttererde hatte das Team auch Saatgut für Karotten und Radieschen sowie Setzlinge im Gepäck. Kohlrabi, Lollo-Rosso-Salat, Eissalat, Mangold, Rote Beete und zwei große Gurkenpflanzen pflanzten die Kinder ein. Auf spielerische Weise sollen die Kinder erleben wie viel Fürsorge Pflanzen benötigen, bevor sie Früchte tragen. Durch das selbstständige Anlegen des Gemüsebeets lernen sie die Entwicklung des Pflanzenwachstums von der Saat bis zur Ernte kennen.

Nur bei richtiger Pflege kann zur Erntezeit saftiges Gemüse geerntet werden. Die Erzieherinnen schmiedeten indes schön Pläne, was sie gemeinsam mit den Kindern kreieren werden. Ein leckerer Salat, das ist klar und aus Mangold dann eine Art Spinat.  So wird bei den Kindern durch das eigene Tun das Interesse für eine ausgewogene Ernährung, frische Lebensmittel und die Entwicklung gesundheitsfördernder Essgewohnheiten geweckt. Die Initiative der Hamburger Edeka Stiftung „Aus Liebe zum Nachwuchs -Gemüsebeete für Kids" gibt dem Nachwuchs die Chance, kindgerecht den Stellenwert von wertvollen Nahrungsmitteln kennen zu lernen.

Das Projekt fand bei den Erzieherinnen wie Kindern großen Anklang, denn alle waren eingebunden, die Aufgabenverteilung erfolgte in der Runde und Markus Birke achtete darauf, dass auch jedes Kind an die Reihe kam. Und nicht nur das, die Kinder lernten auch die Vorbereitungen für die richtige Bepflanzung und setzten ihre Setzlinge nach einem Pflanzplan. Ganz nebenbei saugten die Kinder die Informationen von Markus Birke über Obst und Gemüse auf: es hält gesund, macht die Knochen hart, enthält Vitamine und Baustoffe fürs Wachstum, macht nicht dick, sondern fit und sportlich und auch klug. Dann die obligatorische Trainerfrage „Warum esst ihr Obst und Gemüse?“ Na klar, hatten sich die Steppkes einiges gemerkt und die Antworten kamen wie aus der Pistole geschossen. Auch Gemüsesorten konnten die Kleinen nennen, aber Lollo-Rosso-Salat und Mangold war aber nicht bekannt. Dafür kam es aus vielen Kehlen: Karotten, Tomaten und Salat.

Den krönenden Abschluss bildete das Angießen der Pflänzchen und Samen. Mit den Hinweisen auf eine sorgfältige Pflege, regelmäßiges Gießen und Obacht auf Schnecken verabschiedeten sich Pädagoge Markus Birke und Hannelore Pensel vom Edeka-Markt. Sie wünschten viel Erfolg beim Gemüseanbau und eine reiche Ernte. So wird man in der nächsten Zeit gärtnernde Bären- und Igelkinder, so die Namen der beiden Gruppen, antreffen. Zu verdanken haben die Kinder das nachhaltige Projekt den Hochbeet-Paten, dem Edeka-Markt Bad Steben und der Bewerbung des Elternbeirats. Pro Jahr werden bundesweit 300 Kindergärten ausgewählt und mit dem Material im Wertumfang von 2000 Euro ausgestattet, zudem auch begleitendes Lernmaterial wie Bücher und CDs gehören. (06.05.2013)