Textilmanufaktur Löhner

 

Die Premiere einmalig toll und absolut kindgerecht - jetzt darf gestürmt werden. Die Mädchen und Buben der Issigauer Kita „Christophorus“ schauten sich in der Textilmanufaktur Löhner um. Die Geschäftsleitung mit Karin und Klaus Hohberger selbst führte die Rasselbande durch ihr Reich der Stoffe und Gardinen und zeigten den kleinen Besuchern wie aus einfachen Stoffbahnen tolle wallende Gardinen entstehen. Ganz klar, wo Textilprodukte hergestellt werden, da gibt es auch welche für die kleinen Besucher. Klaus Hohberger zeigte den Kindern die kleine bunte Tasche, deren Herstellung die Kinder Schritt für Schritt erlebten. War da nicht „Zauberei“ im Spiel? Zumindest am Lasercutter von Udo Wallheinke hatte man den Eindruck. „Lichter hüpften“ über die Stoffbahn und genau dort schnitt der Lasercutter. Ratzefatze  und die Kinder hielten ihre „Taschen“ in der Hand, naja zumindest den passenden Stoff aus dem die Tasche genäht werden soll. Übrigens hatten die rührigen Mitarbeiter extra eine Bühne für die kleinen Besucher gebaut, damit auch jeder von oben auf die „Zauberei“ des Lasers schauen konnte.

Dann ging es weiter in den Nähsaal. Hier warteten schon einige Frauen, die gern die Fragen der Kinder beantworteten und nebenbei ruckzuck aus dem Stoffteil die Tasche nähten. Dann noch dampfbügeln und  das gute Stück war fertig. Die Kleinen strahlten und mit ihnen die Geschäftsleitung, die sich über die natürliche Neugierde der Kinder freute. Mit großen Augen beobachteten die Kleinen fasziniert die Ablängmaschine. „Noch mal“, forderten die Kinder, die mit Argusaugen den Weg der Stoffbahn verfolgten. Klaus Hohberger nickte lachend und Sigrun Gluth setzte die Maschine noch einmal in Bewegung und wieder schnitt das Drehmesser die lange Gardinenfront auf die eingestellte Länge.

Thomas Stürzl war mit dem Einpacken der bestellten Ware beschäftigt. Nach dem Füllen der verschiedenen Pakete, kam der Briefumschlag mit der Rechnung darauf und dann ab in Bändelmaschine, die die einzelnen Pakete sicher mit einem Plastikband verpackte. Den vollbeladenen Wagen schoben die Kinder mit in den Aufzug. „Dann werden die Pakete abgeholt.“ Die Ultraschneidanlage war die letzte Maschine, die die Kindern genauestens unter die Lupe genommen nahmen – zwei Arbeitsschritte mit schneiden und verschweißen in einem. Ganz nah ran durften die Kinder und alles hautnah erleben. Wohl die wenigsten haben noch eine surrende Nähmaschine zu Hause. Drei Arbeitsschritte – schneiden beziehungsweise Lasern, nähen und bügeln und schon war das Geschenk der Textilmanufaktur für die Kinder fertig, nicht einfach in die Hand gedrückt, sondern live beim Entstehen dabei.

Die Tasche blieb auch nicht leer. Vom „Nachbarbetrieb“ der Weltfirma Faber Castell füllten Karin und Klaus Hohberger die Stofftasche mit Buntstiften und Straßenmalkreide. Zum Abschied dankten die Kinder mit einem lauten „Danke“ und überreichten einen kreativ gestalteten Blumentopf als Glocke. Übrigens waren die Issigauer Kinder die ersten Besucher und nun freut sich die Familie Hohenberger auf viele weitere. „Man kann nicht früh genug anfangen, um die Textilindustrie mit all ihren Facetten und Zukunftschancen bekannt zu machen. (12.06.2013)