DLRG-Kindergartentag

 

Wenn draußen die Sonne scheint, sind Kinder kaum zu bremsen und spielen gern am Wasser. Damit die Kleinen wissen, wie sie sich richtig verhalten, sollten sie aber die wichtigsten Bade- und Sonnenschutzregeln kennen. Außerdem könne Hallen- und Freibad, Meer, Seen, Gartenteiche oder Flüsse eine Gefahr darstellen. Aus diesem Grund hissten Kerstin Färber, Lena Brandt und Yvonne Burger in der Kita „Christophorus“ die Flagge der DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) und die ausgebildeten Rettungsschwimmerinnen der DLRG-Ortsgruppe Bad Steben-Lichtenberg machten die Mädchen und Jungen mit den Baderegeln vertraut.

Dies geschah natürlich spielerisch. Auf einem großen Schwungtuch nahmen alle Platz und Kerstin Färber erarbeitete anhand von großen Bilderkarten mit den Kindern die Baderegeln. Sie ließ die Kleinen erzählen, erkennen und lenkte dabei geschickt ins „richtige Fahrwasser“. Die Kinder erfuhren warum man nicht aus Spaß um Hilfe rufen darf, dass man nicht in unbekannte Gewässer springt und von Seepflanzen Abstand hält. Das sind nur drei von vielen Baderegeln. Die Aktion hat einen ernsten Hintergrund: Jährlich ertrinken jedes Jahr Kinder im Vorschulalter in deutschen Flüssen, Seen, Regentonnen, Gartenteichen, ja sogar in der Badewanne.

Diese Unfälle zu verhindern, ohne dass die Kinder ständig im Auge behalten und überwacht werden müssen, ist der Schwerpunkt des „DLRG/Nivea-Kindergartentags". Schon die Jüngsten sollen frühzeitig auf die Gefahren, die im und am Wasser lauern, aufmerksam gemacht werden. Mit der Kenntnis der Baderegeln haben sie schon einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Schwimmen zurückgelegt. Der Kindergarten als erste Institution, in der die Jungen und Mädchen soziales Verhalten außerhalb der Familie erfahren, ist dafür der ideale Ort. Die Kinder erfahren was das Hissen der gelben oder roten Fahne am Strand oder bewachten Badesee bedeutet. Die gelbe bedeutet, dass Kinder und Nichtschwimmer nicht mehr ins Wasser gehen sollten, während die rote Flagge aufgrund einer Gefahrenlage Badeverbot für alle bedeutet. Freude hatten die Kinder daran, sich gegenseitig zu retten. Allerdings mussten die „Rettungsschwimmerkinder“ genauso gute Augen haben wie der Adler auf der DLRG-Flagge. Die in Not geratene „Schwimmer“ riefen laut um Hilfe und die Kinder rannten mit der großen, roten  Rettungsboje los und zogen „Schwimmer“ in dem Nivea-Auto sicher an Land.

Als Höhepunkt besuchte Seerobbe Nobbi in Lebensgröße die Kinder und beobachtete das gemeinschaftliche Werkeln, um das Bodenpuzzle zum Thema Baderegeln. Die Jungen waren beim Zusammenbauen die Schnelleren, halfen dann aber ganz Gentleman der Mädchengruppe.  Am Ende des lehrreichen Aktionsnachmittages gab es für jedes Kind von Nivea eine Urkunde, ein Malbuch mit Baderegeln, einen Luftballon, einen Wasserball sowie einen Sonnenhut mit Nackenschutz. Nun kann der Sommer kommen, denn der Nachwuchs ist gut vorbereitet. Für Bewegung und Spannung war für zwei Stunden gesorgt und es war toll, einen Tag als  Rettungsschwimmer zu erleben und selbst kleine Lebensretter zu sein. (19.06.2013)