Erlebnis Bauernhof

 

Eine lila Kuh gibt keine Schokolade und überhaupt lila Kühe gibt es auf dem Bauernhof der Familie Browa im Geroldsgrüner Ortsteil Hirschberglein weit und breit nicht zu entdecken. Das wissen die Mädchen und Jungen der Issigauer Kita „Christophorus“ nun ganz genau, denn sie schauten hinter die Kulissen des Bauernhofes und wollten ganz genau wissen, wo die Milch herkommt aus der dann leckerer Käse und Jogurt gemacht wird. Von Elke Browa und deren 12-jähriger Tochter Nicole erfuhren die kleinen Gäste bei den Rundgängen durch die Stallgebäude unter anderem auch, was eine Kuh so alles benötigt, um täglich rund 30 Liter Milch geben zu können. Dazu muss sie etwa 60 Liter Wasser trinken, 17 Kilo Maissilage und 20 Kilo Grassilage fressen. Hinzu kommen noch Zutaten wie Getreideschrot, ein Mix aus eiweißhaltigen Produkten und weiteres, was unter das Futter gemischt wird.

Neben den Kühen, Kälbchen, hatten es auch die vielen braunen Hühner den Kindern angetan, die zur Tierwelt auf dem Hof zählen. Sohn Matthias besuchte mit den Kindern den Hühnerstall. Die Tiere entpuppten sich als zutrauliches Federvieh, dass schon fast den Elstern nach geriet und alles leuchtende, blinkende oder auch nur baumelende anpickte. Auch die Kühe ließen die vielen Streicheleinheiten in stoischer Ruhe über sich ergehen. Elke Browa kennt jede der Kühe mit Namen. In Gruppen gingen die Kinder zum Beispiel im Kälberstall der Frage nach, was genau ein Kalb braucht, um gesund groß zu werden. Angefangen vom warmen Liegeplatz im Stroh bis hin zu Kälbermüsli (Getreidemischung) und warmer Milch staunten die Kinder über ähnliche Vorlieben der Kälber.

Das Streicheln der Kälber, die erst noch ein bisschen schüchtern auf die vielen Kinder reagierten, krönte für die Kinder den Rundgang durch den Kälberstall. Bei den Milchkühen drehte sich alles rund um die Kuh, das Melken und die Milch. Vom Füttern bis zum Melken, vom Wachsen und Gedeihen der Kühe erfuhren die Kinder hautnah, wie Milch produziert wird und in den Laden kommt. Die kleinen Gäste machten reichlich Gebrauch, um Fragen zu stellen, was sehr entgegen kam. Schließlich will Familie Elke und Ralph Browa vermitteln, dass der Weg der Milch vor Ort anfängt und nicht im Regal eines Supermarktes. Nachdem der Wissensdurst der Kleinen gestillt war, konnte die Milch mit Erdbeeren und Bananen verfeinert, gleich verköstigt werden oder man wählte Cornflakes aus. Aber auch das frische Bauernbrot mit Käse oder Quark fand reißenden Absatz. (26.06.2013)