Kürbiswettbewerb – Wiegetour

 

Wer hat den „grünen Daumen“? Silke Popp-Köhler vom Abfallzweckverband (AZV) Hof tourt derzeit mit dem „echten“ Joe Cycle durch Stadt und Landkreis Hof und besucht die Kita´s, die am Kürbiswettbewerb teilnehmen. „Im Wiegeprotokoll werden die genauen Gewichtsangaben eingetragen“, erklärt Silke Popp-Köhler, „und zwar von jedem gewachsenen Kürbis. In die Wertung kommt aber nur das Gewicht des schwersten Kürbisses.“ 23 Kita´s in Stadt und Landkreis Hof haben mitgemacht. „Leider können sich nicht alle über eine Ernte freuen“, weiß die Silke Popp-Köhler, „trotzdem besuchen wir alle, um mit den Kindern gemeinsam die Aktion abzuschließen.“  Den Gewinnern der 23 teilnehmenden Tagesstätten winken attraktive Geldpreise. Für die nachhaltigste Aktion zum Thema „Kürbis und Kompost“ wird zusätzlich ein Sonderreis im Wert von 200 Euro ausgelobt.

„Die Dokumentationen in Schrift und Bild müssen bis zum 31. Oktober im Abfallzweckverband abgegeben werden“, erklärt die AZV-Mitarbeiterin, „nur dann kommen sie in die Wertung.“ Das Ergebnis des Kürbiswettbewerbes an sich, wird in zirka zwei Wochen bekanntgegeben. „Die Kita´s erhalten dann von uns eine Einladung“, erzählt Silke Popp-Köhler und Joe Cycle nickt bestätigend. Damit auch kein Schmu getrieben wird, findet die Wiegeaktion direkt am Kürbisbeet statt und gemeinsam werden die Prachtexemplare abgeschnitten. Die Mädchen und Buben der Kita „Christophorus“ in Issigau haben einige Kürbispflanzen in ihrem Schrebergarten direkt auf den Kompost gepflanzt. Kinderpflegerin Ramona Greim und Darius schneiden den Kürbis ab. Dann folgt der Kraftakt – der Kürbis ist ganz schön schwer. Joe Cycle kommt zur Hilfe, aber da hat Ramona Greim das Prachtexemplar schon hoch gewuchtet und neben der Waage niedergelegt. Auf eine normale Küchenwaage passt so ein Riesenkürbis natürlich nicht. Silke Popp-Köhler hat die Waage an einem Dreibeingestell aufgehängt. Der Kürbis kommt in ein großes Netz und wird an die Waage gehängt. Alle Augen richten sich erwartungsvoll auf die Anzeige. „Wer kann die Zahlen schon lesen“, fragt Silke Popp-Köhler. 19,7 Kilogramm bringt das Monstrum von Kürbis auf die Waage. Die Kinder sind begeistert. Auch die zwei kleineren Exemplare werden noch gewogen, aber nur der große Kürbis kommt letztendlich in die Wertung.

Im Frühjahr hatte der Abfallzweckverband alle angemeldeten Kita´s mit Kürbissamen, Anzuchterde und guter Komposterde ausgestattet. Dann begann die Kürbiszucht. Die Mädchen und Jungen erzählen ihre Erlebnisse, die Beobachtungen des Keimens, das Pflanzen und das stetige Wachsen. Aber nicht alle Pflanzen wuchsen heran, manche sind Opfer der Schnecken geworden. Nun heißt es abwarten. Nur mit dem schwersten aller gewogenen Kürbisse gewinnen die Jungen und Mädchen den ersten Preis beim Wettbewerb des Abfallzweckverbandes. 200 Euro als Siegprämie. Und wenn nicht – davon geht die Welt auch nicht unter. Die Kinder hatten ihren Spaß und haben „nebenbei“ noch viel gelernt über den „Zauber“  – heute werden Apfelschalen und Gemüsereste auf den Kompost geworfen und einige Zeit später gibt es wertvolle Erde; viele Kleinstlebewesen tun dabei ihre Arbeit. (23.09.2013)