Bau eines Insektenhotels

 

„Das Überleben unserer einheimischen Insekten wird immer schwieriger“, erklärt die Vorsitzende des Obst- und Gartenbauverein Issigau-Reitzenstein Ute Spengler-Jansen den Steppkes der Kita „Christophorus, „denn aufgeräumte Landschaften und der Eingriff des Menschen in die Naturlandschaft tragen ihren Teil dazu bei, dass für Insekten und Wildbienen ihre natürlichen Nistplätze verschwinden und das Nahrungsangebot für sie zurückgeht.“

Mit dem Bau eines Insektenhotels, dass später zur Beobachtung im Schrebergarten der Einrichtung aufgestellt wird, will der Verein den Jüngsten der Gemeinde die Natur und Garten erlebbar machen. „Ein solches Bauwerk ist eine wunderbare Beobachtungsmöglichkeit“, weiß Vereinsmitglied Peter Meinlschmidt, der das Fünf-Sterne-Hotel über drei Etagen gezimmert hatte. Vormittags hatten die Kinder gemeinsam das nötige Füllmaterial mit Stroh, Kiefernzapfen, Moos, Schilfrohr und Ästen gesammelt und zusammengetragen. Mit der Gartenschere brachten sie unter Aufsicht die Äste und das Schilf auf die nötige Länge. Diese und alles andere galt es dann ordentlich einzuschichten, damit die „Zimmer“ von den Tierchen auch bezogen werden können.

Peter Meinlschmidt hatte einen Ziegelstein bereits für ein Zimmer angepasst und auch Baumscheiben mit vorgebohrten Löchern im Gepäck. Zu den Insekten, die das „Wohnungsangebot“ einmal nutzen werden, zählen Wildbienenarten, verschiedene Wespenarten, aber auch Schmetterlinge, Käfer, Ohrwürmer und Florfliegen. Beim nächsten Besuch der Kinder im Schrebergarten werden die Gartler vorbeikommen, um das Insektenhotel gemeinsam aufzustellen. Zuvor wird der Erbauer Peter Meinlschmidt noch ein Gitter vor die gefüllten Zimmer spannen, damit auch keine „Fremdlinge“ das Hotel zerstören. Dann können viele nützliche Insekten in das Hotel einziehen. „Diese kleinen Krabbler sind bei der Schädlingsbekämpfung und Blütenbestäubung einfach unschlagbar“, unterstrich Ute Spengler-Jansen, die den Kindern anhand von Bildern die Bewohner vorstellte und auch einiges über die Wildbienen erzählte.

Als Dankeschön erhielten die Gartler einen Stein mit lauter kleinen Schnecken darauf, den Körper aus Fimo-Knete, aber das Häuschen in echt. (14.05.2014)