Bauernhof entdecken

 

Beim Ortstermin im Schaf- und Schweinestall sowie den Pferden auf der Koppel wird deutlich: Nicht jedes Kind hat schon einmal die Tiere aus allernächster Nähe betrachtet – auch nicht auf dem Land und manch einer wich zurück, wenn das Schaf den Kopf zu weit durch das Gatter streckte oder das Pferd „sein Leckerli“ einforderte. Einen Aktionsnachmittag lang verbrachten die Mädchen und Jungen der Issigauer Kita „Christophorus“ auf dem Bauernhof der Familie Ring und ließen sich über ihre Arbeit und die Tiere berichten.

Natürlich durften die Kinder die Tiere in ihren Stallungen und auf der Weide besichtigen und wer mutig war, auch streicheln. Sie stellten fest, dass manche der Schafe bereits geschoren waren, andere aber noch ihren dicken Pelz hatten. Sie testeten den Unterschied zwischen Heu und Stroh und inspizierten mit Begeisterung die verschiedenen Traktoren und die notwendigen Gerätschaften für die Feldbestellung. Stolz kletterten die kleinen Entdecker auf die Traktoren und nahmen einer nach den anderen oder viele auf einmal auf dem in der Fahrerkabine Platz.

Die Kinder lernten beim Besuch viel über das Leben auf dem Bauernhof und die Arbeit mit den Tieren. Fragen beantworten Hartmut Ring, der für die „Maschinerie“ zuständig war und dessen Tochter Ulrike Knoll, die über die Tiere erzählte. Im großen Schafstall konnten die Kinder sogar ein Nest mit kleinen Schwalben entdecken. Auch der Spaßfaktor kam nicht zu kurz. Bei der Fahrt mit dem Trecker zum Picknickplatz strahlten die Kinderaugen und auch die Erwachsenen genossen das außergewöhnliche Abenteuer.

Inmitten von Grün standen Biertischgarnituren. Die Gastgeber kredenzten leckeren Kuchen und reichten Kakao oder Limo. So eine aufregende Entdeckertour macht schließlich hungrig und durstig. Lang hielt es die Kinder aber nicht auf den Bänken, gar zu verlockend war das Angebot zum Tollen und Toben. Da konnte man am Seil wie Tarzan schwingen oder die Steinhaufen erklimmen oder ganz einfach mit einem Stock hantieren. „Die Kinder brauchen gar keine Play-Station“, stellt Kinderpflegerin Inka Nüssel zufrieden fest und beobachtete begeistert das Toben in dem Strohhaufen. Da wird sich gegenseitig beworfen, nach Nascherei gesucht und als gar entdeckt wird, dass man darauf rutschen kann, gibt es kein Halten mehr.

Die Zeit verrann wie im Flug und gern wären klein und groß noch bei den Gastgebern geblieben. Doch das Ende der Kita-Zeit rückte unaufhaltsam näher und in Issigau warteten schließlich die Eltern auf ihre Racker. Also hieß es wieder auf den Hänger klettern und zurück ging es zum Bauernhof.

Als Dank sangen dort die Kinder ein Frühlingslied und überreichten ein Danke- und Erinnerungsgeschenke in Form von vielen Schnecken, die auf einem Stein kriechen. Dann ging es schweren Herzens, aber mit vielen tollen Erinnerungen im Autokonvoi wieder nach Issigau zurück. (04.06.2014)