Minigolf Naila

 

„Der Besuch war so durchwachsen wie das Wetter“, bilanziert Jürgen Hein, der im Auftrag der Stadt Naila die 18-Bahnen-Minigolfanlage am Ludlbach im dritten Jahr betreut. „So bald die Temperaturen über 22 Grad gestiegen sind, zog es die Leute verständlicher Weise doch lieber ins Freibad“, weiß Jürgen Hein, „aber manche kamen dann in den Abendstunden noch vorbei.“ Kurz vor den großen Sommerferien waren einige Schulklassen zum Minigolf angetreten, aber auch Vereine mit ihren Jugendgruppen nutzten das Angebot des besonderen Sports. „Es war auch eine Firma mit ihren Mitarbeitern da“, weiß der rührige Betreuer, der bei der Ausgabe von Stock und Ball auch gleich Verhaltensregeln mit an „Mann und Frau“ bringt. „Die Saison war bisher unfallfrei und das soll auch so bleiben“, unterstreicht Jürgen Hein. Der älteste Besucher in diesem Jahr war ein 91-jähriger Herr, der mit seiner zu Besuch weilenden Enkeltochter aus Koblenz die Anlage nutzte, erzählt der Anlagen-Betreuer, der ganz stolz darauf ist, bisher noch keinen Ballverlust verbuchen zu müssen. „Meist finden die verschossenen Bälle andere Besucher und geben sie ab oder die Mitarbeiter des Stadtbauhofs bei den Mäharbeiten“, erzählt Jürgen Hein.

Die „noch-draußen-Zeit" lockt nach dem Nebel mit Sonne und warmen Temperaturen und da ist ein Besuch der Minigolfanlage, eingebettet in grün genau das richtige für klein und groß, Jung und Alt, die eben nicht zu den Stubenhockern zählen. In den Ferien sind viele Familien auf dem Platz: Minigolf gehört seit 1988 zu den Angeboten des Ferienpasses. Aber auch Gruppen finden immer wieder den Weg zur idyllischen Anlage, in deren unmittelbarer Nähe auch ein Kinderspielplatz zum Tollen und Toben einlädt, ein Bach plätschert und im kleinen Teich jede Menge Getier beobachtet werden kann. Gerade jetzt im Spätsommer laden die Bänke in der Sonne ein, die Kinder beim Spiel zu beobachten. Das tun auch Regina Friedek und Ramona Greim. Sie sind mit den Mädchen und Jungen der Schulkinderbetreuung der Issigauer Kita „Christophorus“ auf der Minigolfanlage – ein Programmpunkt in den Ferien für die Großen und die genießen es. In Gruppen zu dritt aufgeteilt werden die Bahnen abgearbeitet, die Ergebnisse in den Listen eingetragen. Konzentriert hält Moritz den Minigolfschläger in der Hand und peilt das Loch am Ende der Bahn an. Mit viel Gefühl schlägt er den Ball und trifft - ein Ass. Die anderen tun es ihm gleich – mit mehr oder weniger Glück. Letztendlich gewinnt der mit den wenigsten Schlägen und es ist Moritz mit 68, befolgt von Lorenz mit 72 und Fabian mit 72. Die Jungen und Mädchen verbringen die mittlerweile zu zählenden Ferientage gemeinsam.

Viele Schulkinder sind bereits aus dem Urlaub zurück, die Eltern arbeiten wieder und da heißt es Schulkinderbetreuung mit Ferienprogramm in der Kita „Christophorus“. Die Gruppe genießt das Beisammensein, das gemeinsame Erleben im Kreis der „Großen“, denn auch die angehenden Abc-Schützen gehören bereits dazu. Dass keine Langeweile aufkommt, dafür sorgen die Ferienaktionen vom noch amtierenden Elternbeirat gemeinsam mit dem Team der Schulkinderbetreuung Ramona Greim und Regina Friedek. Für die Issigauer Gruppe öffnete Jürgen Hein extra am Vormittag, gab Bälle, Schläger und Spielregeln sowie Spielprotokolle aus. 18 Bahnen mit den beschreibenden Namen wie rechter Winkel, Sprungschanze, Blitz, Bodenwelle oder stumpfer Kegel liefen die Kindern nach und nach ab und versuchten mit möglichst wenigen Schlägen den Ball im Loch zu versenken. Pro Feld hatte jeder Spieler sechs Schläge zur Verfügung, war dann der Ball nicht im Loch, kassierte er einen Strafpunkt und hatte gar sieben Punkte auf seinem Spielprotokoll stehen. Mit Argusaugen ist das Notieren beobachtet worden und trotzdem, die Mädchengruppe schummelte, konnte aber entlarvt werden. Letztendlich waren aber alle Sieger, denn sie genossen das Gemeinschaftserlebnis und hatten ihren Spaß, den der Besuch auf dem Spielplatz mit Schaukeln, Rutsche und der coolen Seilbahn abrundete. Noch bis Oktober hat die Minigolfanlage geöffnet und die Kinder versichern, dass sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt. (05.09.2014)