Erkundung der Metzgerei

 

Wo wird denn unser Mittagessen gekocht und wie ist der Weg vom Schwein zur leckeren Wurst. Diesen Fragen gingen die Mädchen und Jungen der Schulkinderbetreuung der Issigauer Kita „Christophorus“ mit großem Interesse nach. Metzgermeister Rüdiger Strobel erwartete die Gruppe in seiner Anlieferung, denn zuerst galt es sich richtig auszustatten mit Mützen und Mänteln. Voll ausgestattet ging es los. Erst mit einer Fragerunde. Die Kinder erfuhren, dass in der Metzgerei nicht mehr selbst geschlachtet wird. „Das tut für uns der Schlachthof in Helmbrechts“, erklärte Rüdiger Strobel, der gestand, zwar das Schlachten zu können, aber nicht böse zu sein, wenn dies andere tun. „Wir erhalten auch Schweine von euren Bürgermeister Dieter Gemeinhardt“, teilte er den Kindern mit, „wir wissen wo unsere Tiere herkommen.“ 40 Schweine und vier Rinder werden Woche für Woche in der Dörnthaler Metzgerei verarbeitet.

Dann ging es in die Kühlung. Hier konnten die Kinder eine stattliche Anzahl an Schweinehälften betrachten. Auch die Innereien wie Herz und Lunge nahmen die Kinder genau unter die Lupe. Weiter ging´s in die Zerkleinerung wo drei Metzger eifrig hantierten. Hier waren die Schweinehälften schon nicht mehr zu erkennen. Zum Schutz vor Schnittverletzungen trugen sie Handschuhe aus Metallgeflecht und einer demonstrierte mit einem scharfen Messer, dass damit nichts passieren kann. Die Wurstproduktion war an diesem Tag schon abgeschlossen, die Reinigungsarbeiten liefen bereits. Metzgermeister Rüdiger Strobel erklärte die verschiedenen Maschinen beginnend von der Demonstration der Knochensäge über den riesigen Fleischwolf bis hin zum Cutter und die Wurstfüllmaschine. „Manche Wurst kommt in Natur- andere in Kunstdarm“, erklärte der Fachmann, der auch einen Blick in den Räucherofen gewährte bevor es weiter zur Küche ging. „Hier wird Tag für Tag euer Mittagessen gekocht.“

Nach einem Wienerle-Imbiss verabschiedeten sich die wissbegierigen Kinder wieder, um einiges an Wissen reicher. Ob Kühlung mit Schweinehälften oder in der Zerkleinerung, die Kinder wollten alles ganz genau wissen und zeigten keine Scheu. Schließlich schmecken Wienerle ja gut. (27.10.2014)