Schulkinder besichtigen Nailaer Klinik

 

Oft haben ja Kinder Angst vor Ärzten und Krankenhäusern, auch wenn man schon ein Schulkind ist. Um ihnen diese Ängste schon im Vorfeld ein wenig zu nehmen, organisierte der Elternbeirat der Issigauer Kita „Christophorus“ für die Mädchen und Jungen der Schulkinderbetreuung eine Führung durch die Nailaer Klinik. Pflegedienstleiterin Angelika Pietsch nahm sich viel Zeit, um die Fragen der Kinder zu beantworten. Auch die Schwestern und Mitarbeiterinnen nebst Chefkoch Dieter Dengler gingen auf den Wissensdurst der Kinder ein. So erlebten die Kinder in einer stressfreien Situation viele Bereiche der Klinik, ohne tatsächlich krank zu sein.

Ganz klar, gab es für die kleinen Besucher sehr viel Neues und Interessantes zu entdecken. Der Rundgang begann in der großen Küche. Chefkoch Dengler erklärte, dass die Patienten ihr Essen nach Wunsch serviert bekommen. Die Mitarbeiterinnen waren gerade mit der Vorbereitung des Abendessens beschäftigt. „Der eine mag drei Scheiben Brot, der andere nur eine“, erklärte Dengler, „und je nach Wunsch wird das vorbereitet, auch Wurst oder Käse.“ Mit einer Milch beschenkt, fand die Fragerunde statt. Wie viele Patienten könnt ihr aufnehmen, wie viele Betten gibt es und wie viele Zimmer. In der Physiotherapie nahm die Gruppe das Bewegungsbecken unter die Lupe und manch einer hätte gern ein Bad darin genommen oder vielleicht auf der Liege für eine Massage Platz genommen.

Weiter ging es in die Bettenreinigung. Zirka 45 Betten pro Tag werden hier neu bezogen und von Grund auf gereinigt und desinfiziert. Weiter ging es auf die Neugeborenen-Station. „Zwei Babys haben wir momentan hier“, verrät die Pflegedienstleiterin, die einen Blick in das Neugeborenen-Zimmer gewährt und den Mädchen und Jungen anhand der Babypuppe erklärt was beim Ablegen eines „Geschwisterpasses“ alles für Aufgaben zu bewältigen sind. Auch im Kreissaal durften die Kinder hineinschauen, manch einer ist ja in Naila geboren. Dann ging es weiter zur Röntgenabteilung. Bei der Computertomographie darf sich ein ganz Mutiger, in dem Fall Jeremy, auf die Liege legen und die Kinder erleben wie das Gerät funktioniert, das Hinein- und Herausfahren und die Schwester erklärt, das alle Körperregionen wahlweise als weichteil- oder knochenbetonte Bilder erfasst werden können. „Auf den Bildern können dann krankhafte Veränderungen festgestellt werden.“

Dann geht es weiter zur Notaufnahme. Die Medizinischen Fachangestellten Anja Schneider und Stina Hofmann, unterstützt von Praktikantin Laura, nehmen sich Zeit, um jedem Kind einen Verband anzulegen, selbstklebend und in der coolen Farbe Blau. Enya kommt in den Genuss eines Gipsarmes und hält diesen ganz stolz jeden entgegen. Im Notfallzimmer nebenan wird ein EKG bei Moritz angelegt und die verschiedenen „Linien“ auf dem Monitor erklärt. Nach einer guten Stunde waren die Mädchen und Jungen um einige Erfahrungen reicher und gingen mit der Erkenntnis nach Hause, dass es im Krankenhaus gar nicht so schlimm ist und die vielen Geräte alle ihre Funktionen zur Hilfe haben. Die Kinder sollten sich mit dem Krankenhaus vertraut machen, um die Angst zu verlieren und das ist wohl geglückt. Als Erinnerungsgeschenk erhielt jeder eine große Einwegspritze, natürlich ohne Nadel. (29.10.2014)