Kartoffelwettbewerb

 

Ja, wer wird denn jetzt Kartoffelkönig? Ganz klar, der mit der dicksten und damit zugleich schwersten Kartoffel. Und dann gibt es noch den Sieger für die witzigste Kartoffel, die ausschauen kann wie ein Herz, ein Dino oder auch ein Außerirdischer. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, Hauptsache nicht normal rund oder länglich. Wie dem auch sei, die Spannung steigt, sowohl bei den Mädchen und Jungen wie beim betreuenden Kita-Teams und auch bei den Mitarbeitern des Abfallzweckverbandes Hof, die den Wettbewerb auslobten.

Start des Wettbewerbs war im Frühjahr mit der Verteilung von 20 Saatkartoffeln der Sorte „ditta“ pro teilnehmende Kita-Gruppe und je einen 40-Liter-Sack Komposterde. Dann folgte bei der einen oder anderen Einrichtung das Vorkeimen der Kartoffeln, später das Legen ins vorbereitete Beet und letztendlich die Hege und Pflege mit Unkraut jäten und regelmäßigem Gießen. Im Gegensatz zum Kürbisswettbewerb vor zwei Jahren, konnten die Kinder heuer das Wachsen und Werden nicht beobachten, lediglich das vom Kartoffelkraut. Das gab aber keinen Aufschluss über das Wachsen unter der Erde. Und dann ist ja noch die Problematik der Wühlmäuse nicht außer Acht zu lassen. Unterm Strich eine spannende Angelegenheit, die jetzt bei der Ernte ihren Höhepunkt erfuhr. Nicht zu vergessen – mit dem Kartoffelwettbewerb brachte der Abfallzweckverband den Kindern das Thema Kompost näher.

Die Kleinen erfuhren, welch hervorragende Wachstumsgrundlage die „verzauberten Küchen- und Gartenabfälle“ sind. Viele der Einrichtungen praktizieren Mülltrennung und dazu gehört auch die braune Tonne für die Bioabfälle und beim Frühstück werden Bananen- und Apfelschalen dann auch entsprechend entsorgt. Silke Popp-Köhler besuchte auf Wunsch die Kitas, um gemeinsam die Entstehung von Komposterde unter die Lupe zu nehmen. Doch jetzt stand die Ernte an und die Mitarbeiterin des AZV Silke Popp-Köhler tourte von Kita zu Kita, um bei allen angemeldeten 19 Einrichtungen von Stadt und Landkreis Hof bei der Kartoffelernte dabei zu sein. „Damit es keine Schummeleien gibt, sind wir bei jeder Ernte vor Ort und wiegen auch gleich die größte Kartoffel, notieren das Gewicht.“

Bereits ausgegrabene Kartoffeln kommen nicht in die Wertung. Emsig und mit Feuereifer gehen die Mädchen und Jungen zu Werke. Während die Erzieherinnen das Ausgraben übernehmen, stürzen sich die Kinder mit Hurra auf jede zu Tage kommende Knolle und begutachten jede ganz genau. Schließlich gewinnt nicht nur die schwerste Kartoffel, sondern auch die witzigste. Alle Kartoffeln kommen vorerst in einen Korb, um dann später in der Kita verarbeitet zu werden. Die Möglichkeiten sind ja vielfältig von Kartoffelbrei über –chips bis hin zu -suppe oder ganz einfach und klassisch Salzkartoffeln. Die Ausbeute zeigt eine vielschichtige Palette auf: von vielen Minikartoffeln bis wenige große, aber auch Durchschnittsernten.

Nun heißt es abwarten bis alle Kartoffelgewichte verglichen und ausgewertet sind wie auch die witzigste Kartoffel gekürt. Dann erfolgt die Siegerehrung, pro Sieg winken 200 Euro. Und dann gibt es ja noch das Projekt Nachhaltigkeit. Hier winkten zwei zusätzliche Sonderpreise im Wert von jeweils 200 Euro, die  an die Einrichtung vergeben werden, die eine Aktion mit den Kindern besonders nachhaltig begleitet. Das kann zum Beispiel das Anlegen eines Komposthaufens, das Einstudieren eines Kasperletheaters, die Anfertigung eines Kartoffelkochbüchleins oder Ähnliches sein. Um diesen Sonderpreis zu erhalten, ist eine schriftliche Dokumentation notwendig; mit kurzer Beschreibung der einzelnen Bausteine und Fotos. Wer hier mitmachen möchte, hat noch bis zum 31. Oktober Zeit, um die Dokumentation abzugeben. (21.09.2016)