Danke Nachmittag

 

22000 Euro stehen hinter der Erfolgsgeschichte Kinderkleider- und Spielzeugbasar der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Issigau, die im April 2000 erstmal den Basar auf die Beine stellten. „Damals noch in den Räumen des evangelischen Gemeindehauses“, erzählt Ideengeberin und Vorsitzende der AsF Barbara Zeeh. Ein Stamm von 20 Helferinnen und Helfern agiert zwei Mal im Jahr, seit 2004 in der Mehrzweckhalle, um den weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten Kinderkleiderbasar zu stemmen, der Donnerstag mit dem Einräumen der Tische und Kleiderständer beginnt und Samstagabend nach der Rückgabe der nicht verkauften Waren endet. Einer der Helfer ist Thomas Zeeh, Sohn der Vorsitzenden, der in seine Aufgaben hineinwuchs. „Bei den ersten Basaren wirbelte er selbst noch durch die Tischreihen und erspähte Sachen, die ich kaufen sollte, dann übernahm er das Schuhe sortieren und aufbauen und mittlerweile ist er weltbester Kartonaufschlichter“, erzählt Barbara Zeeh lachend. „Ich hab da mittlerweile ein System, immer in Zehnerblöcken und der Größe nach“, berichtet der 20-jährige schmunzelnd. Die nummerierten Behältnisse von der Anlieferung verbleiben in der Halle, um dann die nichtverkaufte Ware wieder einsortieren zu können. „Mit den Jahren haben wir uns Methoden und Taktiken zur Erleichterung erarbeitet“, berichtet die Vorsitzende.

Erstmals hat nun das Kita-Team unter der stellvertretenden Leitung Regine Lorenz zu einem Danke-Café in die Einrichtung eingeladen, bot Süßes wie Herzhaftes. „Ihr habt so viel unsere Einrichtung und damit für unsere Kinder ermöglicht, steht zwei Mal im Jahr jeweils drei Tage eure Frau und Mann und dafür wollen wir Danke sagen“, erklärte Regine Lorenz die Einladung, die von einer Bereicherung und dem Erfüllen von Wünschen spricht. Als symbolischen Dank überreichte sie an jeden Helfer ein Schieferherz. Im Kreis bei Kaffee und Kuchen war Zeit sich auszutauschen, zu erzählen. Einer der Helfer ist Bernd Gebelein, der die Annahme und Abholung koordiniert. „Ich lass immer noch gruppenweise ein, so dass der Ansturm nicht so gewaltig ist.“ Noch heute kann er nur den Kopf schütteln, wenn er daran denkt, wie er ein  Ehepaar beim Klauen erwischte. „Dabei hatte es das Paar vom Auftreten und der Erscheinung her bestimmt nicht nötig aus finanziellen Gründen hier die eh schon günstig angebotenen Sachen auch noch umsonst mitgehen zu lassen.“ Barbara Zeeh wirft ein, dass es auch nach wir vor den Etikettentausch gibt. „Statt der Markenhose bleibt dann halt eine vom Discounter übrig, die nicht verkauft werden konnte und zurückgeht, halt die falsche, aber diesen Betrug auf die Schliche zu kommen ist bei dem Ansturm an Käufern fast nicht möglich, obwohl Bernd Gebelein schon ein wachsames Auge hat.“

Elvira Hohberger gehört auch zum Helferteam und besucht viele Basare im Landkreis. „Aber nirgendwo gibt es so viel Andrang, ob auf Anbieter- wie auf Käuferseite, die Schlangen sind einfach immens und das im positiven Sinne.“ Dem pflichtet auch Bernd Gebelein bei und merkt an, dass beim Blick in die proppenvolle Halle einfach nur noch Staunen ist. „Die mit Kleidung und Spielzeug wie auch Schuhen vollgeladenen Tische müssen dann wieder sortiert und in die Karton geschlichtet werden und ein jedes Mal funktioniert es auch“, erzählt er schmunzelnd. Elvira Hohberger sitzt am Freitag bei der Annahme, gibt auch schon mal schmutzige oder kaputte Sachen gleich wieder mit. „Hin und wieder gebe ich auch zu bedenken, dass der gewünschte Preis für einen Basar einfach zu hoch ist, eine Jacke für 30 bis 40 Euro, die kann man auch im Schlussverkauf erstehen und dann ist diese neu.“ Sie könnten viel erzählen, die Damen und Herren des Helferteams, die mit ihrem Einsatz Gutes tun, denn zehn Prozent vom Verkaufspreis sowie der Erlös aus Kaffee- und Kuchenverkauf kommt der Issigauer Kita „Christophorus“ zu gute.

Große Anschaffungen waren für 5690 Euro die Wackelbrücke im Garten und für 5500 Euro die Wickelkombination für die Krippe. In jüngster Vergangenheit waren es ein Balancierparcours für den Innenbereich, Fahrzeuge für den Garten, ein Rhythmik-Wagen, Kletterelemente für die Krippe sowie diverses Bastel- und Spielmaterial. Noch liegen knapp 4000 Euro auf der hohen Kante, die wieder Wünsche erfüllen können. Wünsche, die mit dem normalen Budget nicht verwirklicht werden können. Inzwischen ist der Issigauer Kinderkleider- und Spielzeugbasar der größte in der Region, nachdem Töpen mangels Helfer aufgeben musste. „Wir hoffen natürlich, dass dies uns nicht passiert und sich immer wieder Helfer finden“, unterstreicht Barbara Zeeh und weiß von dem „Basarvirus“, der die Helfer bei der Stange hält. „Euer Einsatz und Engagement ist für die Zukunft, für unsere Kinder“, versichert die stellvertretende Kita-Leiterin Regine Lorenz.

Das Bild mit dem Team vorn (von links) Ramona Greim, Thomas Zeeh, Ideengeberin und Koordinatorin Barbara Zeeh, Elvira Hohberger und Carina Pfülb und dahinter (von links) Martina Horn, stellvertretende Kita-Leiterin Regine Lorenz, Bernd Gebelein, Gertraud Weinrich, Katrin Gebelein, Sabine Unger, Janine Breuer, Tina Völkel und Gabi Bisky. (03.03.2017)