Eltern-Kind-Kochen

 

Eltern-Kind-Kochen und das noch gesund wie auch lecker bot das Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten Münchberg, vertreten durch Ernährungsberaterin Andrea Ott in unserer Kita. Ein verführerischer Duft zog durch die Räume, so dass so manch einer neidisch ward, denn nicht alle machten mit. Für jeden Geschmack war etwas dabei von Kürbissuppe über Beeren-Tiramisu, Quarkbrötchen, Kirsch-Muffin und Bulgurpfanne – alles schmeckte, zugegeben, das eine mehr, das andere weniger. Aber die Geschmäcker sind ja verschieden und das ist gut so.

Bevor es ans gemeinsame Werkeln von Mama und Kind als Team ging, gab es erst „Theorie“ in Form des Erläuterns der Ernährungspyramide für Kinder. Was sollte mein Kind von was wie viel essen und trinken, um sich möglichst gesund zu ernähren. Eine Erkenntnis –andere Mengen wie bei einem Erwachsenen. Obst und Gemüse, Milchprodukte, Fleisch und auch die Getränke nahm man unter die Lupe und notierte eifrig, was am richtigsten ist. Wenn Kinder in der Küche mitmachen dürfen, lernen sie nicht nur wie man Nudeln kocht oder Teig knetet, sondern auch den richtigen Umgang mit Lebensmitteln und entwickeln ein Gespür für gesunde Ernährung. Von Andrea Ott kam der Hinweis saisonal und regional den Speiseplan zu füllen. „Erdbeeren zu Weihnachten, das passt einfach nicht.“

Andrea Ott unterstrich, je eher man die Kinder ins gemeinsame Zubereiten einbindet, desto früher und schneller werden sie selbstständig. Um den Kindern die Freude am Kochen zu erhalten, müssen Eltern auch mal in Kauf nehmen, dass die Küche zum „Schlachtfeld“ wird - und dem Nachwuchs zum Beispiel trotz Spritzer an der Wand die Soße selbst verrühren lassen. Und wenn das Ergebnis mal nicht so gelungen ist, heißt es auch für erwachsene Kochexperten, sich mit Kritik zurückhalten. Es ist schließlich noch kein (Koch-)Meister vom Himmel gefallen. Dass es mit den lieben Kleinen durchaus etwas länger dauert, steht wohl außer Frage. Dann ging es endlich los mit schälen, schnipseln, rühren, kochen und backen.

Mit Feuereifer waren die Mädchen und Jungen mit ihren Mamas bei der Sache. Nach getaner Arbeit ließ man es sich gemeinsam schmecken – ein tolles Gemeinschaftserlebnis mit Lernen ganz „nebenbei“ und ohne erhobenen Zeigefinger. Übrigens war dies ein kostenfreies Angebot, da das „Eltern-Kind-Kochen“ als Prävention gesehen wird und vom Bayerischen Ministerium finanziert. (15.11.2017)